Freitag, 19. Mai 2017

Brutale Abschiebung aus Augsburg

Über zehn Polizisten drangen am 18. Mai 2017 nachts gegen 1:30 Uhr in die Räume der 67-jährigen Seniorin E. ein, um sie unter massiven Zwang nach Belgrad abzuschieben. Ihre vier Enkel, ihr Sohn und ihre Schwiegertocher erlebten die brutale Abschiebung und bleiben in Panik zurück. Der Augsburger Flüchtlingsrat verurteilt  diesen Akt bürokratischer Härte auf das Schärfste.

Unsere Pressemitteilung zum Vorfall kann hier nachgelesen werden.

 

Montag, 15. Mai 2017

Veranstaltungsreihe von Pareaz e.V.

Liebe Freund*innen des Augsburger FlüRa,

sehr gerne möchten wir Euch und Sie auf eine spannende Veranstaltungsreihe hinweisen, die Ende Mai von dem mit uns befreundeten Verein Pareaz e.V. organisiert wird. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zu den drei folgenden Terminen:


Rein in die Debatte! - Veranstaltungsreihe von Pareaz e.V.

27. Mai, 11 Uhr, Zentrum für interkulturelle Beratung / Tür an Tür (Asienraum)
Smartphone-Demokratie
Workshop zur Entwicklung von Handlungsoptionen gegen Fakenews und
Hasskommentare im Netz



31. Mai, 15 Uhr, Zeughaus
Die Sprache des Populismus
Wie politische "Gewissheiten" sprachlich konstruiert werden. Workshop
mit Prof. Martin Haase, Sprachwissenschaftler, Bamberg alias Maha,
Chaos Computer Club
In Kooperation mit der Evangelischen Studentinnen- und
Studentengemeinde Augsburg im Rahmen des Aktionstages "Gegen einfache
Wahrheiten" der Philologisch-Historischen Fakultät.


31. Mai, 20 Uhr, Café Tür an Tür
Stammtisch gegen Populismus
Gesprächsrunde mit Prof. Martin Haase, Sprachwissenschaftler, Bamberg
alias Maha, Chaos Computer Club und Susanne Thoma, Werkstatt für
urbane Intervention. In Kooperation mit dem Augsburger Flüchtlingsrat.

Samstag, 13. Mai 2017

Für eine Stadt der Zuflucht!

Der Augsburger Flüchtlingsrat gratuliert Tür an Tür zum 25jährigen!

Für das Extrablatt zu den Feierlichkeiten haben wir einen Gastbeitrag beigesteuert, der unter folgendem Link auf S. 3 nachzulesen ist:

http://mc.adpaper.de/mc/epaper?guid=15bd3259652fcf69

Samstag, 29. April 2017

Die Wiederkehr des Immergleichen --- PM des Augsburger Flüchtlingsrates zur Demo am 29.04.2017


Liebe Freund*innen des FlüRa,
leider können wir Ihnen wenig Neues und so gut wie nichts Erfreuliches berichten: die Abschiebungen nach Afghanistan gehen weiter, obwohl sich die Sicherheitslage im ganzen Land kontinuierlich verschlimmert.
Der Augsburger Flüchtlingsrat hatte deshalb einen weiteren Aufruf zu einer Demonstration gestartet, dem erneut 220 Menschen aus Augsburg und Umgebung gefolgt sind. Das ist erfreulich und macht uns Mut: wir sind nicht allein und wir geben nicht auf, die unmenschliche Abschiebepolitik anzuprangern.

Unsere Pressemitteilung ist hier zu finden:

Samstag, 22. April 2017

Demo-Aufruf: Für eine sichere Zuflucht!

Für eine sichere Zuflucht!

Die Regierungen von Bund und Ländern halten nach wie vor an der vehementen Abschiebepolitik nach Afghanistan und in andere von Krieg und Perspektivlosigkeit gekennzeichnete Staaten fest.

Die Lage in Afghanistan ist dabei insbesondere prekär, wie zuletzt wieder der verheerende Taliban-Angriff mit 140 Toten und mehr als 160 Verletzten von vergangenem Donnerstag zeigte. Die Tatsache, dass die USA ihre schwerste nicht-atomare Bombe über Afghanistan abwerfen, stellt die behauptete Existenz sicherer Regionen ein weiteres mal in Frage.

Freilich regt sich zunehmend auch lautstarker Protest gegen die unmenschliche Abschiebepolitik. Der Stadtrat von München hat unlängst eine Resolution gegen Abschiebungen nach Afghanistan verabschiedet und auch die Oberbürgermeister*innen von Bamberg und Erlangen haben mit einem gemeinsam mit Agaby verfassten Brief an die Bayerische Staatsregierung ihren Unwillen bekundet, zu Erfüllungsgehilf*innen der Inhumanität gemacht zu werden.

Der Augsburger Flüchtlingsrat möchte diese Initiativen auch in die Stadt Augsburg tragen und seine unverbrüchliche Solidarität mit allen Geflüchteten ausdrücken.

Ein weiteres Mal rufen wir daher zu einer Demonstration für ein friedliches Miteinander und gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit auf. Bereits sechsmal sind viele Augsburger*innen mit uns auf die Straße gegangen - bei Minusgraden oder Unwetterwarnungen. Wir möchten ein weiteres mal erreichen, dass unzähliche Menschen mit uns auf die Straße gehen und lautstark für Solidarität und Mitmenschlichkeit demonstrieren.
 
Beginn ist am 29.04.2017 um 12.00 am Moritzplatz!

Weitere Informationen laufend aktualisiert unter:
www.augsburger-fluechtlingsrat.de
https://www.facebook.com/events/1119757664795209/


Donnerstag, 30. März 2017

Spende Kunst!

Ladies & Gentlemen!

Bei spendekunst.org ist ein Stapel neuer Spenden angekommen... Also kaufen Sie das bitte weg.
Die Einnahmen werden dem Augsburger Flüchtlingsrat komplett zur Verfügung gestellt.

Also, vorbeigucken und kaufen lohnt sich gleich doppelt!

http://spendekunst.org/

Samstag, 18. März 2017

Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrates zur Demonstration am 18.03.2017



Trotz heftigem Regen und starkem Wind: Erneut rund 250 Augsburger*innen für ein friedliches Miteinander und gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit auf der Straße!


 

Die Anschläge halten an, kriegerische Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Bis auf weiteres hat Afghanistan als ein von Krieg und Terror geplagtes Land zu gelten. Dennoch hält die schwarz-rote Bundesregierung und ihre Erfüllungsgehilf*innen in zahlreichen Bundesländern an ihrer Abschiebepolitik fest. Aus diesem Grund hat der Augsburger Flüchtlingsrat zum nun schon sechsten Mal zu einer Demonstration für ein friedliches Miteinander und gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit aufgerufen. 250 Menschen folgten diesem Aufruf und taten nach der Auftaktkundgebung am Moritzplatz auf der Demoroute über Rathausplatz, Steingasse, Annastraße und Königsplatz ihre Solidarität lautstark kund.

Die stets schon absurden und ohne weiteres als wahlkampftaktisch motiviert dechiffrierbaren Äußerungen des Bundesinnenministers de Maizière zu den »sicheren« Regionen in Afghanistan – wozu wohlgemerkt auch die Hauptstadt Kabul gezählt wird – wurde erst jüngst wieder durch den verheerenden Anschlag auf ein Kabuler Krankenhaus konterkariert. 49 Menschen kamen bei dem Angriff der Terrormiliz IS ums Leben, über 79 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Dies ist jedoch nur der aktuellste traurige Höhepunkt der sich kontinuierlich verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan. Laut UN-Angaben stieg die Zahl der zivilen Opfer 2016 deutlich an, mehr als 1500 Menschen wurden verletzt oder getötet. Im Vergleich zu 2015 bedeutet das eine Steigerung um 75 Prozent.

An der Abschiebepolitik von Bundes- und Landesregierungen ändert sich derweil wenig. Die ressentimentgeladene und von rechten Hetzer*innen vor sich hergetriebene Politik betrifft aber bei weitem nicht nur unsere akut von Abschiebungen betroffenen Augsburger Mitbürger*innen, wenngleich deren Schicksal zweifellos das schlimmste ist. Wir alle sind betroffen! Es betrifft uns alle, wenn Gesetze gegen Schutzsuchende verabschiedet und Mauern gebaut werden. Wir alle – egal welcher Herkunft, Sprache, religiösen Überzeugung, Sexualität und Nationalität – sind es, die tagtäglich mit Tatkraft und Herz für ein friedliches Miteinander arbeiten, in dem Menschen in Not Schutz gewährt wird.  Es betrifft uns alle, wenn mit Gesetzen Bürger- und Menschenrechte ausgehebelt werden, um die als Besorgnis bemäntelten Forderungen rechtspopulistischer und rechtsradikaler Parteien zu befriedigen, wenn Parteien der Mitte deren ausgrenzende Sprache und Programmatik übernehmen, um eine quengelnde Minderheit ruhig zu stellen.

Vertreter*innen des Augsburger Flüchtlingsrats, des Stadtjugendrings, von Tür an Tür, des Bert-Brecht-Kreises Augsburg e.V. und des Augsburger Regionalverbands Deutscher Sinti und Roma thematisierten bei der Auftaktkundgebung aus verschiedenen Blickwinkeln die menschenunwürdigen Abschiebepraktiken und die noch zu erwartenden Verschärfungen im Bereich der Asylpolitik. Es wurden Forderungen an Bundes- und Landesregierung, aber auch an die Augsburger Stadtregierung artikuliert, die einen Anfang Februar veröffentlichten Offenen Brief des FlüRas bisher unbeantwortet ließ.

Der Flüchtlingsrat und seine zahlreichen Unterstützer*innen aus der Augsburger Zivilgesellschaft machen mit der Kundgebung klar:

  • Die unmenschlichen Abschiebungen in von Krieg verheerte und von Perspektivlosigkeit gekennzeichneten Länder müssen aufhören!
  • Politiker*innen dürfen sich nicht aus wahltaktischen Gründen vor den Karren der Rechtsradikalen spannen lassen!
  • Die Stadt Augsburg muss alles in ihren Mächten Stehende tun, um dem selbsterklärten Dasein als Friedensstadt gerecht zu werden und als Stadt der Zuflucht lebenswerte und sichere Umstände für alle Augsburger*innen zu gewährleisten. 
Solange dies nicht der Fall ist, werden wir nicht schweigen! Weder heute, morgen noch irgendwann!