Sonntag, 10. Dezember 2017

Aufruf zur Kundgebung --- 16.12.2017



Gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit – Für ein solidarisches Miteinander
16.12.2017, 11.00, Königsplatz

Abschiebungen nach Afghanistan, Unions-Forderungen nach Beendigung des Abschiebestopps ins Bürgerkriegsland Syrien, Söder in der Staatskanzlei, Verfahrensbeschleunigung als einzige Maxime des BAMF, krumme Deals mit dubiosen Akteuren in Libyen, massenhaftes Sterben auf dem Mittelmeer, entwürdigende Zustände in den Abschiebelagern in Manching, Regensburg und Deggendorf, Integrationsverhinderung durch Arbeitsverbote und erzwungene Ausbildungsabbrüche…
Wunschlos glücklich sein kann mit diesen Zuständen eigentlich niemand. Der Augsburger Flüchtlingsrat hat daher auch eine ganze Reihe an Forderungen und Vorschlägen, denen wir am 16.12.2017 Ausdruck verleihen möchten. Gemeinsam mit dem Netzwerk Solidarische Stadt Augsburg rufen wir zu einer Kundgebung Gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit – Für ein solidarisches Miteinander auf.
Und wer glaubt, es gäbe nichts zu verschenken… der hat sich getäuscht. Der Augsburger Flüchtlingsrat hat einiges im Gepäck und zu verteilen...

Kundgebung Gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit – Für ein solidarisches Miteinander
Ort: Königsplatz Augsburg
Zeit: 11.00 bis 13.00

https://drive.google.com/open?id=0B_bI4BtkBhnaWWZxaGtza1RPMTF2TG5YWEhzWGU3MzhUWFRV

Mittwoch, 6. Dezember 2017

FlüRa Weihnachtsparty --- 15.12.2017

15.12. 20h Lobby des Grand Hotel Cosmopolis
DIE WEIHNACHTSPARTY DES AUGSBURGER FLÜCHTLINGSRATS
Mit Redebeiträgen von Susanne Thoma, Mueen Nasrullahi, Peter Höll.
Für Unterhaltungsmusik sorgen Eddie Goodwin, Elektrojudas, Franz Dobler
Eintritt frei! * Spenden erbeten * Keine TürsteherInnen!

Mittwoch, 29. November 2017

Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrates --- 29.11.2017


Nach Abschiebung in den Kosovo: Familie unternimmt Suizidversuch 

Die Pressemitteilung kann hier herunter geladen werden. 

https://drive.google.com/open?id=1_s8oHAVnZ0jS1-mKrwsJNK3WMSl9N58D



Samstag, 25. November 2017

Film- und Themenabend "The Awakening" - 07.12.2017 - Liliom-Kino

Der Stadtjugendring Augsburg lädt zum kostenlosen Film- und Themenabend ein, der FlüRa ist auch mit von der Partie:

The Awakening (das Erwachen) ist ein Zustand der Lebensrealität von Rromn*ja, die abgeschoben wurden oder denen eine Abschiebung droht. Welchen psychologischen Effekt hat die Abschiebung auf die Menschen? Wie ergeht es den Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland aufgewachsen sind und nun in einem fremden Land aufwachen, fern von ihren Freund*innen und ihrem gewohnten Umfeld? Der Film gewährt einen Einblick in diesen Zustand des Erwachens bzw. des Entsetzens der Betroffenen, die Deutschland als ihre Heimat betrachtet haben und sich nun in einem für sie fremden Land völlig neu orientieren müssen und vermittelt ein authentisches Bild über die Schockerfahrung Abschiebung. Zugleich zeigt er Rassismus und Diskriminierung auf, mit denen Rromn*ja in verschiedenen Ländern Europas konfrontiert werden und beschreibt den Rechtsruck, der in Europa zu spüren ist.

In der anschließenden Diskussion mit Kenan Emini werden offene Fragen geklärt und erörtert, wie die Rechte von Geflüchteten gestärkt werden können. Der Augsburger Flüchtlingsrat berichtet von der Abschiebepraxis in Augsburg und dem Schicksal Augsburger Familien.

Mehr Informationen unter: http://awakeningmovie.de/

https://www.facebook.com/events/530830187270183/

Mittwoch, 15. November 2017

Tagung "Inside Europe - Kirchenasyl vernetzt", 24.-26.11.2017

Im europäischen Superwahljahr 2017 hat der Druck auf Geflüchtete noch einmal drastisch zugenommen. Dieser Druck betrifft auch Menschen die Geflüchtete unterstützen und z.B. Kirchenasyle ermöglichen, oder NGOs, die sich für die Seenotrettung im Mittelmeer einsetzen. Die politischen Grundlagen des Flüchtlingsschutzes werden sich in den kommenden Jahren weiter verändern. Als Menschen, die in diesem Bereich aktiv sind, müssen wir Orte schaffen an denen wir unsere eigenen Positionen an die sich verändernde Situation anpassen. Das Ziel dieser Tagung ist eine bessere Vernetzung zum Schutz der Rechte von Geflüchteten in Zeiten einer verschärften EU-Asylpolitik.

Hier das vielfältige und vielversprechende Programm:
http://www.kirchenasyl.de/wp-content/uploads/2017/01/Inside-Europe-Programm-INNEN-Final.pdf

Sonntag, 17. September 2017

Wohnung gesucht!



Familie Ibrayem sucht ein Zuhause

Nach neun Jahren in der Flüchtlingsunterkunft darf Familie Ibrayem endlich ausziehen.

Wisst Ihr jemand der eine Wohnung für eine fünfköpfige Familie hat?

Habt Ihr vielleicht selbst eine zur Verfügung?

Habt Ihr irgendeneinen Tipp?

Dann meldet Euch doch bei uns: fluechtlingsrataugsburg@gmail.com

Die Familie hat zwar nach neun Jahren noch immer keine Aufenthaltgestattung, nun jedoch die Erlaubnis zur privaten Wohnsitznahme.

Die jüngste, hier geborene, Tochter geht in die 2. Klasse. Der Sohn wechselt ins Gymnasium und die 18 jährige Tochter hat gerade einen einjährigen Lehrgang zur Altenpflegehelferin absolviert. Sie darf  als Geduldete aber keine Ausbildung oder Arbeit ausführen. Ihre Eltern können nur ehrenamtlich tätig sein, obwohl beide einen Arbeitgeber hätten, der sie einstellen würde.

Die Eltern sind als politische Aktivisten der Minderheit der Uiguren in China und vor über neun Jahren von dort geflohen. Ihr Fluchtschicksal wurde ihnen vom BAMF aber nicht geglaubt.


Helft der Familie, sich eine Zukunft aufzubauen!


Samstag, 16. September 2017

Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrats zur Familie Ramadani



Die Roma-Familie Ramadani aus Augsburg wurde nun nach über fünfjährigem Kampf endgültig nach Mazedonien abgeschoben. Trotz den Warnungen der Ärzte und zivilgesellschaftlichem Engagement offenbart sich in diesem Fall erneut die brutale Haltung der Bundesregierung gegenüber Sinti und Roma.

Nach sieben Monaten im Abschiebelager Manching/Ingolstadt wurde die sechsköpfige Familie Ramadani aus Augsburg nach Mazedonien zurückgeführt. Die Umstände im Lager waren katastrophal. Der älteste Sohn Arxhent berichtet von allgemeiner Angst und Anspannung und daraus resultierenden Massenschlägereien. Die ohnehin nur unzureichend gewährleistete Beschulung im Lager ist hinzu von Anspruchslosigkeit gekennzeichnet: Besuchte er zuvor sechs Jahre lang mit Erfolg die Schule in Augsburg, so erhielt er in Manching lediglich noch einen simplen Deutschunterricht - und das trotz der Gewissheit, dieses Land bald verlassen zu müssen. Besonders absurd ist das mit Blick auf die jüngeren Geschwister: Der zehnjährige Florent und der sechsjährige Efraim wurden in Deutschland sozialisiert und eingeschult, sie beherrschen Deutsch besser als ihre Muttersprache.
Die psychischen und physischen Krankheiten von Zilfije und Faruk, den Eltern der vier Kinder, verschlechtern sich stetig. Die Ärzte in Deutschland stellten mehrere Atteste aus, in denen sie dringlich vor einer Abschiebung warnten. Weder besteht im Kosovo ein funktionierendes Gesundheitssystem, noch finden psychische Krankheiten wie die dissoziativen Störung des Vaters Anerkennung.

Doch selbst in Deutschland konnte die Familie nicht von ausreichender Gesundheitsversorgung profitieren. Nach dem Abschiebebescheid im Dezember 2016 wurden der Familie jegliche Leistungen gestrichen. Weder erhielt die junge Familie Geld für die benötigten Medikamente, noch für Essen oder Klamotten. Die Ramadanis waren somit ausschließlich auf Spenden angewiesen.

Diese kamen aus der Zivilgesellschaft, mit Unterstützung vom Augsburger Flüchtlingsrat und dem Diakonischen Werk. Dennoch reichte das Geld kaum. Denn rechtlich würde den Sechs ein Betrag von über 1100€ zustehen, exklusive den teuren Medikamenten.

Nun befindet sich die Familie ohne Perspektive in einem kleinen Dorf in Mazedonien. Der Augsburger Flüchtlingsrat ist mit ihnen in Kontakt, sie berichten uns von dürftiger Behausung, keinen finanziellen Mitteln und großer Angst vor Verfolgung und Ausgrenzung.

Sie sind weiterhin auf unsere Spenden angewiesen, die Diakonie hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Der Fall der Familie Ramadani ist ein besonders harter, aber dennoch kein Sonderfall. Der Umgang mit Sinti und Roma hat in letzter Zeit vermehrt zu öffentlicher Kritik geführt. Zuletzt als die 67-jährige Rentnerin E. in Augsburg unter massivem Zwang von mehreren Polizeibeamten in ihrer Wohnung überrascht und abgeschoben wurde.

Spendenkonto



Diakonisches Werk, Stadtsparkasse Augsburg, IBAN: DE95720500000000004200,
BIC: AUGSDE77XXX,
Kennwort: Augsburger Flüchtlingsfamilien